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 Film und Fernsehen
toxic Offline

Platzwart


Beiträge: 25

23.06.2007 16:45
Shrek - Die Dritte antworten

Ganz frisch heute der neueste Hollywood-Blockbustern. Shrek - Die Dritte, ein Film der Kategorie ausverkaufter Kinosaal, welche die Erwartungen erfüllt. Wieder einman ist eine Marke geschaffen, die bis auf den letzten Heller und Pfennig ausgebeutet wird. Das geschieht mal mehr, mal weniger elegant. Bisher hielt sich DreamWorks Animations mit seiner Shrek-Reihe absolut schadlos. Shrek 2, das Sequel der Animationskomödie, unterhielt nahezu auf demselben hohen Niveau, wie das Gagfeuerwerk des Originals. Doch im dritten Anlauf, passend als „Shrek der Dritte“ bezeichnet, hat es auch den grimmigen grünen Oger erwischt. Teil 3 ist nur noch ein ideenarmer, lauer Abklatsch, der keinerlei Entwicklung mehr aufweist und sich mit den Sympathiewerten der Figuren mühevoll über Wasser hält. Kurz gesagt eine große Enttäuschung.

Für die Produktion des dritten „Shrek“-Teils gibt es ungefähr 1,4 Milliarden Argumente. Soviel Dollar spielten „Shrek“ (485 Millionen Dollar) und „Shrek 2“ (921 Millionen Dollar) weltweit ein. Kein noch so moralisches Studio der Welt würde hier zurückziehen. Warum auch? Das Kinovolk verlangt nach mehr – das soll es bekommen. Und zwar nicht zu knapp. Laut DreamWorks sind bereits zwei weitere Prequels geplant, erst danach soll Schluss sein. Doch bereits mit der Ankündigung, der Vorgeschichte des grünen Ogers zwei Filme zu gönnen, schrillen die Alarmglocken. Das heißt im Klartext, dass die Story selbst für die ökonomisch extrem erfinderischen Studios ausgelutscht ist. Womit wir schon beim großen Problem von „Shrek der Dritte“ sind. Alles, was die ersten beiden Teilen an Originalität auszeichnete, ist einfach nicht vorhanden. Die Story schleppt sich fade ohne viele Höhepunkte vorher und lebt lediglich von der Präsenz der Ur-Charaktere, die mit ihren Charmewerten das Publikum bei der Stange halten. Die neuen Figuren, inklusive Prinz Artie, bleiben allesamt blass. Eine Weiterentwicklung der bekannten Protagonisten findet ebenfalls nicht statt, sie sonnen sich faul im Ruhm der Vergangenheit.

„Shrek der Dritte“ ist keinesfalls unguckbar und über einen Großteil der Laufzeit verhalten amüsant, nur fällt das Donnern des Slapstick-Gewitters deutlich leiser aus und führt zu einem unbefriedigten Gefühl beim Verlassen des Kinos. Der unvermeidbare Entwicklungsprozess vom supersympathischen Überraschungshit zum rundum verplanten Industrieprodukt ist nicht mehr zu stoppen. Die Fans wird das kaum stören, ein Kassenerfolg steht bei einem derartigen Status, den „Shrek“ mittlerweile inne hat, sowieso außer Frage. Der neutrale, unvoreingenommene Betrachter könnte jedoch mit Teil 3 sehr wohl Probleme bekommen, denn die Frische und der Elan sind weg. „Shrek“ hat sich als Marke verselbstständigt und ist in Sphären gelangt, wo es komplett egal ist, wie gut oder schlecht der Film ist – trotzdem wollen und werden ihn die Leute sehen. Doch der Oger ist gezähmt, geht an der Studioleine brav Gassi. Schade eigentlich...

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